Was bedeutet Karate Do?
 

Karate ist eine uralte ostasiatische Kampfkunst, die waffenlosen Kampf beziehungsweise Selbstverteidigung nur mit Hilfe des eigenen Körpers lehrt. Genau diese Bedeutung verbirgt sich hinter dem Begriff «Karate Do», dem Weg der leeren Hand (kara = leer, unbewaffnet; te = Hand und do = der Weg). Neben wirkungsvollen Abwehr- und Angriffstechniken lernt man vor allem die Selbstkontrolle. Mit eisernem Willen und maximalem Krafteinsatz kann dann jedes Hindernis bewältigt und auch jeder unerwartete Angriff abgewehrt werden.

Karate ist nichts Geringeres als eine Kunst, die lebenspraktische, sportliche und mentale Grundzüge besitzt. Wer Karate wirklich erlernen möchte, braucht ein hohes Mass an Disziplin und die Bereitschaft, sich in ein hierarchisch aufgebautes System einzuordnen. Der eigentliche Schlüssel zum Verständnis liegt jedoch im Training selbst.

Als Karateka – darunter versteht man gleichberechtigt Frauen und Männer, die Karate üben – werden drei einander ergänzende Teilbereiche trainiert:

Kihon: Grundschule der Einzelbewegungen und -techniken
Kata: festgelegtes Schema von Bewegungsabläufen, das – in vielen verschiedenen Varianten – einen Kampf gegen imaginäre Gegner imitiert.
Kumite: Übungskampf, bei dessen Durchführung jeder Angriff knapp vor dem Berühren des Gegners gebremst wird.

Durch ständiges Üben werden nicht nur Körperbeherrschung, Technik, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer entwickelt, sondern auch Disziplin, Verantwortungs-bewusstsein und das realistische Einschätzungsvermögen der eigenen wie der gegnerischen Fähigkeiten.

So verbirgt sich hinter der Kampffertigkeit eine Lebensphilosophie, die Körper und Geist gleichermassen fordert – der sogenannte Karate Do, den Weg der leeren Hand.
Ein ganzheitlicher Ansatz also, bei dem es nicht in erster Linie um Sieg oder Niederlage geht, sondern ums Entdecken und Entfalten der eigenen Möglichkeiten.

Aus verschiedenen ursprünglichen Formen des chinesischen Boxens (Tai Chi Chuan, Chuan Fa, Kempo, Kung Fu) hervorgegangen, entwickelte sich das rein japanische Karate vor vielen Jahrhunderten, zu einer Zeit, als das Tragen von Waffen dem gemeinen Volk verboten war. Die Urform des Karate ist auf den legendäre Boddhidharma, Patriarch und buddhistischer Mönch um etwa 520 n. Chr. im chinesischen Kloster Shaolin zurückzuführen.

Danach entwickelten sich unzählige Faustkampfsysteme, die sich etwa ab 1920 von der japanischen Insel Okinawa über Japan verbreiteten. Als Begründer des modernen Karate gilt Gichin Funakoshi, der dem Karate ein ethisch-philosophisches Weltbild (Do) gab, das noch heute als Leitgedanke der Japan Karate Assoziation gilt. Dort heisst es: «Oberstes Gebot ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Vervollkommung des eigenen Charakters.»

 

 

«Karate ni sentenashi»
Dieses japanische Wort bedeutet: Karate ist ohne Angriff. Karate ist kein aggressiver, sondern ein defensiver Sport. Der gute Karateka greift im Leben nie zuerst an – nicht nur beim Sport, sondern in allen Lebensbereichen. Er hat sich diesen Grundsatz als Teil seiner geistigen Grundeinstellung zu eigen gemacht. Hierzu bedarf es vieler Jahre intensiven Trainings und steter Arbeit an sich selbst.
Zu dieser Einstellung gehört ein höfliches und zuvorkommendes Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen und Achtung vor seinen Lehrern. Das korrekte Verhalten im Dojo ist Ausdruck dieses Vorsatzes.

 
   
   
 
  Karate für Kinder
   

Im Karate hat das Kind die Möglichkeit, sich mehr Selbstsicherheit und Selbstvertrauen anzueignen. Karate fördert nicht nur die körperliche Ertüchtigung und das Leistungsvermögen, sondern erfordert auch die Auseinandersetzung mit sich selbst. Die koordinativen Begabungen werden gefördert. Durch die körperliche Anstrengung wird erreicht, dass das Kind seine natürliche Aggressivität nicht zerstörerisch austobt oder unterdrückt. Karate eignet sich auch hervorragend dazu, Haltungsschäden zu korrigieren oder gar zu verhindern.

Ein wesentlicher Punkt für das Gelingen, ist die Persönlichkeit des Karatemeisters (-Lehrers). Seine Verantwortung liegt nicht nur in der Berücksichtigung der kindlichen Natur, sondern im allmählichen Erfahrenlassen, dass Karate über alle Kampftechniken hinaus, ein Lebensmodell des Menschlichen ist.

Ein Verantwortung des Karate-Lehrers und dessen wahre Meisterschaft zeigen sich nicht im Lehren einer Kampftechnik, sondern im Lebendigwerden eines sinnvollen Menschenentwurfs. Wenn es etwas zu entdecken gibt, gehen Kinder gerne einen Weg: Karate-Do.

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Unser Dojo in Amriswil
   

 

Eintritt in unsere Karateschule ist jederzeit möglich

Wir bieten:
• Karate für Kinder ab 6 bis 13 Jahre
Karate für Jugendliche und Erwachsene
Selbstverteidigung
  (auf Anfrage bei genügend Anmeldungen, ab 8 Personen)
Garderobe für Damen und Herren mit Dusche
Karateartikel können direkt im Kurs bezogen werden

Trainer:
Marino Sbiroli, 1. Dan Wado Kai
Mitglied der Verbände: All Japan Karatedo, Wado Kai Schweiz,
Karateverband SKV

Trainingsort:
Sportzenter 1001, Hagenwilerstrasse, 8580 Amriswil

Trainingszeiten:
Kinder ab 5 bis 8 Jahre:Montag und Donnerstag
17.00 bis 18.00 Uhr

Kinder ab 9 bis 13 Jahre:Montag und Donnerstag
18.00 bis 19.00 Uhr

Erwachsene: Donnerstag, 20.00 bis 21.20 Uhr

Anfängerkurse, 10 Lektionen, Fr. 150.-

Auskunft und Anmeldung:
Marino Sbiroli, Grabenhaldenstrasse 68a, 8583 Sulgen
Telefon privat 071 642 46 67, Natel: 076 334 07 08,
sbirolimarino@bluewin.ch